Das Erwachen des Balls  Text  Seite 1-16

 

Das Erwachen des Balls

 

Tor, Tor!“, dröhnt es durch ihn, den Ball, der einst bei einer Meisterschaft über den Rasen rollte und ins Tor flog, sechsmal. „Wie die Menschen jubelten, als ich ins Tor flog, herrlich! Schade, dass ich jetzt erst richtig erwache, damals konnte ich nur mit den Augen zwinkern und mein Gehirn war noch zu klein, aber jetzt bin ich ganz erwacht. Nun hopp und weg! Doch ich kann mich nicht rühren!“ Traurig verstummt der Ball, der in einem prachtvollen Saal liegt, mit vielen Erinnerungsstücken von der Meisterschaft. Der erwachte Ball liegt auf einer hohen Anrichte, unter ihm ist eine gedrechselte Holzscheibe. „Tor, Tor, sechsmal“, steht auf dem Rand der Holzscheibe.

Der stille Ball schaut sich um, nur Augen und Mund kann er bewegen. „Ach, wenn ich doch nur laufen könnte und ab und zu fliegen, wenn mich einer tritt. Nur hier herumliegen möchte ich nicht. Würde doch nur einer kommen und mich richtig zum Leben erwecken, wie gern würde ich die Welt bereisen und mich treten lassen.“ Da verstummt der Ball wieder und denkt an die schöne Zeit, als er ins Tor flog und alle jubelten.

Du, Ballos, wach auf!“, ruft eine schöne Fee und stupst ihn an. „Huch, wer bist du, schönes Wesen? Es ist doch noch alles verschlossen, die Besucher kommen später.“ – „Ich bin Salona, eine Fee. Dein Traum soll ein Ende haben, aber sehr groß wirst du nicht, wenn du auch noch fliegen willst. Also gut, Balli, Ballo, Ballos, sei froh und munter, hüpfe herunter.“ – „Jippie, ich habe Arme und Beine, nicht sehr große, aber dafür sehr kräftige, und zurückziehen kann ich auch alles, damit man mich treten kann und ich fliege. Heißa, ist das herrlich, ich danke dir, schöne Salona. Wo bist du? Warte!“ Ballos schaut sich um, sieht die schöne Fee aber nicht mehr. Er läuft hin und her.

Endlich bin ich voll erwacht. Nun auf, die Welt wartet!“ Ballos geht zur Tür. „Zu, Mist! Wie komme ich jetzt nach draußen? Die Fee flog wohl durch die verschlossene Tür, ich kann das nicht, einfach durch die verschlossene Tür gehen. Sie hätte ruhig auf mich warten können, um mir zu helfen.“ Traurig hüpft Ballos auf die Anrichte, schaut zur Tür. „Wenn die Tür aufgeht, bin ich weg.“ Ballos macht die Augen zu, horcht und wartet. Da geht die Tür auf, ein drahtiger, großer und kräftiger Mann kommt in den Saal, den auch Besucher besichtigen dürfen. Der Herr schaut sich kurz um, setzt sich hinter einen großen Tisch, auf dem auch Fanartikel zum Verkauf liegen.

Nun hopp und weg“, ruft Ballos, springt auf den Boden und eilt zur offen stehenden Tür. „Wie, was? Bleibst du wohl hier, du frecher Ball?! Na warte, gleich habe ich dich!“ – „Mann, ist der schnell, gleich hat er mich. Mhm, da lang, nur schnell nach draußen.“ Ballos läuft zur Drehtür. „So, jetzt habe ich ... autsch!“ Ein kleiner Junge sah den Ball, lief zu ihm und wollte gerade den Ball treten, da duckte sich der Herr, um den Ball aufzuheben. Der Junge traf den Mann, der ihn wütend anschaut. Ballos merkt, dass er keine Chance hat, davonzukommen, und zieht sich in den Ball zurück. „Du Lümmel!“ – „Ich, nee!“ Der Junge holt aus und tritt gegen den Ball, der noch am Boden liegt. „Hui, danke, lieber Junge, ich fliege, herrlich.“ Schnell eilt der Junge davon. „Bleib hier, du blöder Ball“, schreit der Herr und eilt dem Ball nach. „Hehe, der ist weg, den kriegt er nicht mehr.“ Der Junge steht in einem Hauseingang und schaut zu, wie der Herr den Ball verfolgt. Er hat sich gewundert, dass der Ball sprechen kann, überlegt und geht ins Haus. „So, gut, schnell ums Eck und versteckt.“ Ballos landet, läuft um die Ecke und versteckt sich hinter einem dicken Baum.

Weg isser, so ein Mist, das gibt Ärger.“ Mit hängendem Kopf geht der Herr zurück. „Haha, das ist lustig! Ich durfte ihn ja nur verzaubern, ihm aber nicht nach draußen helfen, das musste er alleine schaffen.“ Die schöne Fee beobachtete Ballos, amüsiert sich über das Geschehene und fliegt strahlend davon. Ballos schaut zu, wie der Herr traurig zurückgeht, überlegt und folgt ihm langsam.

Guten Morgen, Heinrich, alles in Ordnung?“ – „Leider nicht, Klaus, der Ball ist davongelaufen.“ – „Gelaufen, aha! Bälle können laufen? Ich dachte, die rollen oder fliegen. Wohin ist denn unser gutes Stück gelaufen?“ – „Ich bin nicht verrückt, Klaus, er lief einfach davon, nach draußen und weg war er. Ich suchte, fand ihn aber nicht.“ – „So ein Blödsinn, jemand hat dir viel Geld geboten, du konntest nicht widerstehen und hast ihn verkauft.“ – „Halt die Luft an, Dicker! Heinrich hat Recht, ich bin davongelaufen und nur kurz zurückgekommen, damit man ihm glaubt.“ Erschrocken schaut Klaus den Ball an, der vor ihm steht und spricht. „Da ist ja unser gutes Stück!“, ruft er und will ihn hochheben. „Moment, jetzt, wo man mich zum Leben erweckt hat, habe ich ein Recht auf ein eigenes Leben. Ich möchte nicht hier herumliegen, sondern die Welt bereisen und mich treten lassen, von Kindern und Erwachsenen.“ – „Einen Tritt kriegst du, du frecher Ball.“ – „Okay, gib mir einen Tritt, wenn du mir versprichst, Heinrich nicht zu kündigen. Aber danach verschwinde ich.“ – „Der kann bleiben, ein Foto möchte ich aber von dir machen, damit wir keinen Ärger bekommen.“ – „Draußen kannst du mich fotografieren und mir zum Abschied einen Tritt geben.“ – „Von mir bekommst du auch einen, weil ich wegen dir fast meinen Job verloren hätte“, meint Heinrich lachend.

Sie gehen nach draußen. „Mach ein kleines Video von mir, habe dahinten gesehen, wie ein Vater seine Kinder filmte.“ – „Okay, das geht mit meinem Smartphone. Stell dich mal dorthin vor das Fenster und sag etwas“, meint Klaus und holt sein Smartphone heraus. „Hallo, ich gehe fort und besuche euch mal.“ – „Schön, und jetzt bekommst du einen Tritt, bin etwas kräftiger gebaut, nicht dick, du Ball.“ – „Ballos heiße ich, Dicki. Gib mir einen ordentlichen Tritt!“ – „Uuund da hast du einen, Ballos.“ Klaus holt aus und gibt Ballos einen ordentlichen Tritt. „Juhu, ich fliege!“ – „Komm zurück, von mir bekommst du auch noch einen“, ruft Heinrich ihm hinterher. „Hier bin ich, nun tritt mich.“ – „Kannst du haben, und tschüss.“ – „Tschüss, machtʼs gut, ihr zwei, ich komme mal wieder vorbei.“

Haha, die beiden machen es doch nur für Werbezwecke. Der Ball ist ferngesteuert, eine Erfindung vom Fußballclub“, ruft ein Mann lachend. Viele Leute schauten zu, wie Ballos hin und her lief. „Geh schon mal hinein, Heinrich, ich besorge uns etwas zum Frühstück und einen kräftigen Schluck. Auf den Schreck muss ich erstmal einen trinken.“ Freudestrahlend geht Heinrich hinein, ist sehr froh, dass er seinen Job behalten kann. Klaus geht zum Bäcker, bestellt eine Platte belegter Brötchen und geht zum Supermarkt, um eine Flasche ‚Küstennebel‘ zu kaufen. Fröhlich geht er voll beladen zum Saal, um mit Heinrich zu frühstücken, dafür haben sie sich extra eine kleine Ecke eingerichtet. Hier sitzt Heinrich immer zum Frühstück und Mittag.

So, erstmal einen kräftigen Schluck auf den Schreck. Zum Glück haben wir das Video, da bekommen wir beide keinen Ärger, auch wenn unser schöner, wertvoller Ball weg ist. Hoffe, er besucht uns mal.“ – „Danke, Klaus, ich habe heute Morgen blöd geguckt, als der Ball einfach davonlief.“ – „Ja, ich hätte gerne mein Gesicht gesehen, als Ballos plötzlich vor mir stand und mich ansprach. Greif zu, Heinrich. Heute Abend ist Sitzung, auf die Gesichter bin ich gespannt, wenn ich ihnen das Video von Ballos zeige.“ – „Ich auch, Klaus.“ Sie sitzen in der kleinen Ecke, unterhalten sich, ab und zu steht Heinrich auf, um einen Fanartikel zu verkaufen.

Guten Morgen, habt ihr Lust, mich zu treten?“ – „Einen Tritt kannst du haben, Ball.“ – „Ich heiße Ballos, los, gebt mir ordentlich Tritte, lasst mich fliegen!“ Ballos ging eine Straße entlang, blieb an einer Wiese stehen, auf der Jungs spielen. Die Jungs verteilen sich auf der Wiese und spielen mit Ballos. „Ich fliege!“ Kaum liegt Ballos ruhig da, bekommt er auch schon einen Tritt nach dem anderen. „Danke, Ballos, das hat Spaß gemacht. Wir müssen jetzt gehen, es ist schon spät, tschüss“, rufen die Jungs und laufen nach Hause. „Ich bleibe hier, die Wiese ist sehr schön, meine erste Nacht unter freiem Himmel.“ Ballos zieht seine Glieder ein wie eine Schildkröte und ruht sich aus.

Einen schönen guten Abend, liebe Mitglieder. Unser schöner Meisterschaftsball ist weg. Das ist zwar sehr schade, aber dafür freue ich mich, dass unser Ball lebt und sich die Welt anschaut. Er möchte uns auch mal wieder besuchen kommen.“ – „Haha, wie viel hast du heute getrunken, Klaus? Du willst uns doch nur verarschen, unser Ball lebt, haha“, rufen die Mitglieder und lachen, weil sie glauben, Klaus wolle sie auf den Arm nehmen. Heinrich sitzt in der ersten Reihe und schmunzelt nur. Klaus und Heinrich haben eine Leinwand aufgestellt, um den Mitgliedern das kleine Video zu zeigen. „Ich würde euch nie verarschen, nie im Leben, schaut selbst.“ Klaus setzt sich neben Heinrich, nimmt die Fernbedienung und schon flimmert es auf der Leinwand. Sie sehen, wie Ballos vorm Fenster steht und redet. Lächelnd und etwas geschockt schauen die Mitglieder auf die Leinwand. „Und jetzt noch eins, damit wir alle herzlich lachen können, eure Gesichter“, ruft Klaus und startet eine Überwachungskamera. Schon flimmern die Gesichter über die Leinwand, alle lachen, sie reden und reden und alle hoffen, Ballos kommt sie besuchen.

Ein Ball, super“, ruft ein Mädchen und gibt ihm einen Tritt. Erschrocken fliegt Ballos durch die Luft. Er hatte nicht gehört, wie das Mädchen auf ihn zukam. „Danke, Kleines, jetzt bin ich wach. Guten Morgen!“, ruft Ballos, nachdem er gelandet ist, sich umgedreht hat und auf das Mädchen zuging. „Du kannst sprechen, Ball? Komm schnell zu mir, dann bekommst du noch einen.“ – „Hallo, ich heiße Ballos. Gib mir einen Tritt, wenn ich meine Glieder eingezogen habe“, meint Ballos freundlich und steht vor dem Mädchen. „Okay, Ballos, ich heiße Karin. Zack!“ Da bekommt Ballos einen Tritt und fliegt. „Das macht Spaß, komm zurück. Hihi, der Ball ist gut, da braucht man nicht hinterherzulaufen.“ Sie spielen noch eine Weile. „So, Karin, ich habe Hunger, mal sehen, wie ich an Geld komme, um mir etwas zu essen zu kaufen.“ – „Komm, Ballos, unser Kühlschrank ist voll und meine Eltern haben auch nichts dagegen, wenn ich mal jemanden zum Essen mitbringe.“ – „Danke, das ist sehr nett von dir. Hörst du, wie mein Magen knurrt? Das wird das erste Mal sein, dass ich etwas esse. Erst gestern hat mich eine schöne Fee ganz zum Leben erweckt, vorher hatte ich nur Augen und einen Mund. Jetzt, wo ich laufen kann, möchte ich die ganze Welt bereisen.“ – „Ja, ich höre deinen Magen.“ Schnell laufen sie zu Karin, gehen ins Haus und eilen in die Küche.

Hey, Mum.“ – „Guten Tag.“ – „Huch, wer bist du denn?“ – „Das ist Ballos, mein neuer Freund, Mum. Ballos hat Hunger.“ – „Ein Ball, der sprechen kann und Hunger hat. Na gut, setzt euch, gleich gibt es was zu essen. Ich heiße Klarissa, Ballos.“ – „Hallo, Klarissa, ja, ich kann sprechen und laufen, aber erst seit gestern. Eine liebe Fee hat mich verzaubert, so dass ich jetzt auch laufen kann und Arme habe. Hunger habe ich erst seit einer Stunde.“ – „Ballos ... lustiger Name, der passt zu dir. Wir haben genug zu essen, gleich können wir speisen.“ Karin und Ballos setzen sich an den großen Küchentisch. Es ist eine schöne große Wohnküche, ihre Eltern sind Köche und haben ein Restaurant. „Hallo, Mum! Ein Ball an unserem Tisch! Komm in den Garten, ich will dich treten.“ – „Hallo, Peter, Ballos ist unser Gast, der wird nicht getreten. Setz dich und sei lieb.“ – „Hallo, Peter, ich lasse mich gerne treten, aber jetzt habe ich Hunger, danach können wir in den Garten gehen.“ Peter ist der jüngere Bruder von Karin. „Wie alt bist du, Ballos?“ – „Ein Jahr bin ich alt, seit gestern kann ich laufen, eine Fee hat mir ein richtiges Leben geschenkt.“ Peter starrt Ballos an, Ballos grinst und schaut zu Klarissa, die ein großes Tablett in den Händen hält und zum Tisch kommt. „Guten Appetit, lasst es euch schmecken.“ Strahlend setzt sie sich an den Tisch. Sie sitzt neben Ballos, alle genießen das Essen. „Danke, Klarissa, das Essen ist sehr lecker.“ – „Ballos, wie lange möchtest du bei uns bleiben? Wir haben genug Platz, du könntest auch für immer bei uns bleiben.“ – „Bis morgen, ich möchte gerne die ganze Welt bereisen, komme euch aber mal besuchen.“ – „Nur bis morgen“, meint Karin. „Ja, ich weiß nicht, wie lange der Zauber anhält, die Fee war so schnell verschwunden. Da möchte ich so viel erleben, wie ich kann.“ – „Okay, kannst auch länger bleiben. So, ich muss los, bis heute Abend. Seid nett zu Ballos.“ – „Der kriegt gleich einen Tritt“, meint Peter und grinst Ballos an. Die Mutter schaut kurz zu Ballos, der lacht nur, dann verlässt sie das Haus und geht zum Restaurant.

Kommt, lasst uns in den Garten gehen, ich habe Lust, zu fliegen.“ Schnell eilen sie in den Garten und gehen zu einer kleinen umzäunten Wiese. „Jetzt bekommst du einen Tritt, Ballos.“ Peter holt aus und tritt Ballos, der fliegt zum Ende der Wiese, wo Karin steht. „Igitt, Ballos, du hast mich angekotzt. Ich habe keine Lust mehr, mit dir zu spielen.“ Weinend rennt sie zum Haus. „Entschuldige, Karin, wusste nicht, dass mir durch den Flug schlecht wird.“ Peter liegt lachend auf dem Rasen. „Mir ist schlecht, Peter, lass uns ein bisschen warten, das ändert sich bestimmt in ein paar Minuten.“ Ballos geht zum Zaun und hält sich fest. Peter sitzt auf dem Boden. „Haha, ein Ball, dem schlecht wird.“ Karin ist ins Bad gelaufen, um sich zu waschen.

Hallo, mein Schatz, wir haben Besuch. Ein Ball, der läuft und spricht, er heißt Ballos. Karin hat ihn auf der großen Wiese kennen gelernt.“ – „Haha, ein Ball, der läuft und spricht, du willst mich veräppeln, Süße!“ – „Nein, Karl, du lernst ihn ja heute Abend kennen. So, ich muss an die Tische, bedienen.“ Klarissa verlässt die Küche und geht zu den Tischen, um Bestellungen aufzunehmen.

Lachend zieht Karin ihre dicken Wanderschuhe an. „So, du fieser Ball, jetzt bekommst du Tritte“, meint Karin lachend. Sie steht hinter Ballos und lacht. „Mir ist nicht mehr schlecht, kannst mich ruhig treten.“ – „Stimmt, Karin, ein paar hat er schon von mir bekommen“, meint Peter und lacht. Ballos liegt bereit auf der Wiese, um getreten zu werden. Karin holt aus und tritt Ballos. „Hoffentlich bekommst du eine Beule“, ruft Karin hinter dem fliegenden Ballos her. Peter läuft ein Stück. „Au, Ballos, pass doch auf, wo du hinfliegst!“ Peter liegt am Boden, Ballos auf ihm. „Haha, selber schuld, Peter. Warum bleibst du auch nicht dahinten stehen?“, ruft Karin lachend, liegt auf dem Boden und amüsiert sich.

Hallo, ihr Lieben, eure Mutter meinte, wir haben Besuch. Ein Ball, der läuft und spricht.“ – „Hallo, Papa, ja, der liegt auf Peter, den habe ich umgeschossen. Tor, haha!“ – „Ihr scheint euch ja prächtig zu amüsieren. Hallo, Ballos, ich heiße Karl. Darf ich dich auch mal treten?“ – „Ja, Karl, warte.“ Ballos krabbelt von Peter herunter, stellt sich vor Karl, zieht seine Glieder ein und liegt bereit zum Schuss auf der Wiese. Karl holt aus und tritt Ballos, der fliegt zu Karin und lässt seine Glieder im Ball, damit sie gleich treten kann.

Wer hat die Badewanne verdreckt? Die ist voller Kotze, ab ins Bad und sauber machen!“, brüllt Klarissa, sie steht wütend am Anfang der Wiese. „Ich, Ballos hat mich angekotzt, der fiese Ball.“ – „Ich komme und mache die Badewanne sauber, es war ja meine Schuld“, sagt Ballos. Sie gehen ins Haus, Klarissa zeigt ihm das große Badezimmer. Ballos schaut sich um, schnappt sich den Hocker, hopst auf ihn und reinigt die Badewanne.

Essen“, ruft Klarissa, alle stürmen in die Küche. Sie sitzen am Tisch, genießen das Abendbrot und unterhalten sich.

Herzlich willkommen, ihr Hexen, auf der blitzschnell eingerichteten Hexenversammlung. Eine gute Fee hat einen Meisterschaftsball zum Leben erweckt. Die Kinder und Erwachsenen amüsieren sich mit ihm, das mag ich nicht. Jagt ihn, ich hoffe, eine von euch findet ihn. Fangt ihn und bringt ihn zu mir, ich habe ein Mittel erfunden, um aus ihm wieder einen ganz einfachen Ball zu machen. Leider habe ich keine Zeit, die Hexen aus dem Süden halten mich auf Trab, die sind mächtiger als wir. Viel Glück!“ Hui, da saust die Oberhexe auf ihrem schnellen Besen davon. Die 30 Hexen quatschen noch ein bisschen. Dann sausen sie auf ihren Besen davon, um den Ball zu suchen.

  © Heiko Wohlgemuth
 

 

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