Das Eichhörnchen (Märchen)

 

 

Das kleine niedliche verzauberte Eichhörnchen

 

Einleitung

 

"Ah, was für ein schöner sonniger Herbsttag!" Walter, ein kräftiger junger Dichter und Wanderer, steht vor seiner kleinen Hütte mit einem urigen Turm. Die winzige Hütte mit dem urigen Turm hat Walter vor einem halben Jahr geerbt von seinem verstorbenen Onkel. Ein Alchimist, der sehr zurückgezogen lebte. Die winzige schiefe Hütte steht an einem sehr dichten Wald, jeden Morgen durchwandert Walter ihn. Der urige Turm mit zwei großen Fenstern im Obergeschoss ist sein schönstes Zimmer, dort sitzt Walter viel und schreibt. Viel hat Walter noch nicht veröffentlicht, nur ein paar Gedichte in einer Zeitung.

 

Märchen

 

"Danke", ruft ein kleines niedliches Eichhörnchen. "Wie?" Walter dreht sich um. "Danke, dass du auf diese Eichel getreten bist, meine Zähne hat ein gemeiner Mensch geschliffen, ich kann keine Eicheln mehr knacken." "Hallo, kleines niedliches Eichhörnchen, du kannst sprechen?" "Ja, ich kann sprechen. Vor zwei Monaten hat mich so ein widerlicher stinkender Mensch gefangen und meine Zähne geschliffen. Zum Glück konnte ich nach drei Tagen fliehen. Wer weiß, was er sonst noch mit mir gemacht hätte. kannst du noch auf ein paar Eicheln treten?" "Warte, ich schäle dir ein paar Eicheln." Walter setzt sich auf den Boden, holt ein Messer hervor und fängt an, Eicheln für das kleine niedliche Eihhörnchen zu schälen. "Aua, was soll das, warum beißt du mich?" "Es sind genug, höre bitte auf." "Na gut, aber deshalb braust du mich nicht zu beißen." "Entschuldige. Kommst du morgen wieder? Es muss um die gleiche Zeit sein." "Okay, bis morgen, du süßes Eichhörnchen." "Danke, bis morgen." Drei Stunden läuft Walter durch den herrlichen ruhigen Wald. Kurz bevor Walter nach Hause geht, trifft er das niedliche Eichhörnchen.

"So, mal meine Gedichte von gestern überarbeiten." Fröhlich sitzt Walter an seinem großen Schreibtisch, schnappt nach einem Notizbuch und fängt an. Am frühen Abend geht Walter in seine winzige Hütte mit schiefem Dach. "Guten Morgen, süßes Eichhörnchen." "Guten Morgen. Danke, dass du gekommen bist." Walter setzt sich fröhlich auf den Boden. "Na, dann schäle ich dir mal ein paar Eicheln." "das ist sehr lieb von dir, danke." Das niedliche Eichhörnchen sitzt vor Walter und schaut zu. Sie unterhalten sich. Au, was soll das? Ich helfe dir und du beißt mich. Ich gehe jetzt, tschüss." "Entschuldige, Walter. Kommst du morgen wieder?" , fragt das kleine niedliche Eichhörnchen traurig, weil es Angst hat. Walter könne nicht wiederkommen. "Mal sehen, aber wehe, du beißt mich." Schnellen Schrittes eilt Walter nach hause. "Schnell zum Verleger, sonst komme ich zu spät."

"Guten Morgen, Walter, hast du die restlichen Gedichte mitgebracht?" "Ja, Herr von Lohms, hier." "Danke, ich habe mich entschlossen, jetzt auch Bücher herauszubringen. Deine Gedichte sind sehr schön, in der letzten Ausgabe meiner Zeitung habe ich alle 13 Gedichte von dir veröffentlicht, mit großem Erfolg, lieber Walter. Selbst der Herzog kam persönlich zu mir, fragte nach einem gebundenen Gesamtdruck der 13 Gedichte und ob der Herr Dichter noch mehr geschrieben hätte." "Das ist ja wunderbar, ich lese und schreibe so gerne." "Das merkt man, lieber Walter. Der Herzog würde gerne eine kleine Gesellschaft einladen, vor der du lesen kannst, wenn du möchtest, gegen ein anständiges Honorar." "Das habe ich nicht zu träumen gewagt, oh, wie herrlich." "Das freut mich für dich, lieber Walter. In zwei tagen kommt der Herzog noch einmal zu mir. Er möchte dich persönlich fragen, ob du vor einer adeligen Gesellschaft lesen möchtest, ich bin auch eingeladen." "Sehr gerne, Herr von Lohms." "Ach, sage einfach Heinrich zu mir, lieber Walter. Hier, dein Honorar von der letzten Ausgabe, eine schöne Summe. Ich habe die Auflage erhöhen müssen, um alle Leute zu befriedigen, die mich fragten. Auch haben wir mehrere gebundene Hefte in handlichem Format an Leute verschickt, die darum gebeten hatten. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg, lieber Walter." "Danke, Heinrich." Mehr kann Walter im Moment nicht sagen, es hat ihm buchstäblich die Sprache verschlagen. Er sitzt da und starrt Heinrich an, der lächelnd hinter einem großen Tisch sitzt. "So, lieber Walter, ich muss mich jetzt an die Arbeit machen. Du kommst doch in zwei Tagen?" "Sehr gerne, Heinrich, danke für deine Mühe. Ich freue mich schon, den Herrn Herzog zu treffen. Sie haben mich sprachlos gemacht, ich werde erstmal eine Runde laufen." "Haha, das glaube ich dir. Also lieber Walter, einen schönen Tag wünsche ich dir. Na dann sehen wir uns in zwei Tagen." "danke, einen schönen Tag." Fröhlich lächelnd geht Walter durch das kleine Dorf, geht ins Antiquariat, kauft sich ein schönes altes Buch mit Gedichten und eilt strahlend vor Freude nach Hause.

"Guten Morgen, Walter, danke das du gekommen bist." "Guten Morgen, niedliches Eichhörnchen, ich kann doch so ein süßes Eichhörnchen nicht im Stich lassen." Walter setzt sich und fängt lächelnd an, Eicheln für das  niedliche Eichhörnchen zu schälen. "Au, du." "Entschuldige, Walter, aber die reichen für heute, danke " "Ich überlege es mir, ob ich morgen komme." "Oh, Walter, verzeih mir, lass mich bitte nicht im Stich. Es tut mir sehr leid, dass ich dich gebissen habe." "Na gut, bis morgen." Walter geht schnellen Schrittes zu seiner Hütte, leckt das bisschen Blut von seinem Finger ab. Traurig schaut ihm das niedliche Eichhörnchen nach. "Leider darf ich ihm nicht sagen, dass er nur fünf Eicheln für mich am Tag schälen darf und das vierundzwandzig Tage lang ununterbrochen." Das süße Eichhörnchen bringt die geschälten Eicheln nacheinander in sein Nest. Weiter Ebook "Der Zwerg Klops" 

 

Ebook  Der Zwerg Klops

 

© Heiko Wohlgemuth


 

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